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Dreiteilige Veranstaltungsreihe „Stell dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin???

Private Feldpostbriefe und Briefe aus der Heimat aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs regten uns zu dieser Veranstaltungsreihe an.

 Unser Vorwort zur Veranstaltungsreihe:

“Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin’, dieses Zitat aus einem Gedicht des amerikanischen Schriftstellers Carl Sandburg, war ein Satz der Friedensbewegung in Westdeutschland, als nach dem mörderischen Zweiten Weltkrieg der Kalte Krieg mit einem Wettlauf der Wiederaufrüstung der Großmächte tobte.

Es ist ein schöner Satz. Wer möchte schon Krieg am eigenen Leib erleben.

Ăśber 60 Jahre waren wir nach dem Zweiten Weltkrieg davon in Deutschland verschont.

Wir haben unserer Veranstaltungsreihe diesen Satz vorangestellt, haben ihn aber mit drei groĂźen Fragezeichen versehen, denn die Feldpostbriefe und Briefe ins
Feld, aus denen wir heute lesen werden, sprechen eine andere Sprache.

 Insgesamt liegen uns 116 Briefe vor, aus denen wir AuszĂĽge lesen werden.

Die Briefe stammen  aus der Familie unserer Ortschronistin Annett Böhm und aus meiner Familie (Erika Haenel).

Unser großes Anliegen ist es, die Verführbarkeit von Menschen wie du und ich zu zeigen sowie ihre Anfälligkeit, missbraucht zu werden.

Wohin das im Zweiten Weltkrieg gefĂĽhrt hat, zeigen wir mit der hier aufgestellten Ausstellung des Antikriegsmuseums der Friedensbibliothek der ev. Kirche Berlin Brandenburg

und in unserer Zweiten Veranstaltung am 23. 4. ĂĽber Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkriegs.

Kommen Sie mit auf unsere lange Reise, die wir unseren Söhnen und

Enkeln und allen jungen Menschen widmen.“ 

Das Projekt wurde von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung finanziell gefördert

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Teil I, 16. April 2009 in der Aula der Grundschule „Otto Nagel“

Lesung aus den Briefen

Horst       
aus Berlin 20 Jahre alt – Schule – Arbeitsdienst – Wehrdienst - Krieg

Seine Eltern
gläubige Christen – national gesinnt – Vater kaiserlicher Beamter im R.

Rudi   
20 Jahre alt – verheiratet, 1 kleiner Sohn – Friseur im Sudetenland

Völkischer Beobachter    Kampfblatt der nationalsozialistischen Bewegung. Wichtigstes Organ der gleichgeschalteten Presse im Dritten Reich

Erzählerin, die sich erinnert, wie es ihr als Kind in dieser Zeit ergangen ist.

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Teil II, 23. April 2009

Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkriegs

Vortrag Prof.  Dr. Michael Schwartz, Institut fĂĽr Zeitgeschichte Berlin/MĂĽnchen, mit anschlieĂźendem Gespräch

Moderation Prof. Dr. Götz Doyé

Klezmermusik mit der Gruppe „Kleztone“, Berlin

Teil III, 4. Mai 2009

„Verweigerung und Widerstand“

zur gezeigten Ausstellung

Vortrag Jörg Schmidt, Leiter des Antikriegsmuseums der Friedensbibliothek der evang. Kirche Berlin /Brandenburg mit anschließendem Gespräch

Moderation  Prof. Dr. Götz DoyĂ©