Ausstellungen

Themenauswahl

Ehe Gras darüber wächst 1995

Das Durchgangslager für Zwangsarbeiter in Rehbrücke

Kunstausstellungen 1998 - 1999

Karl Holtz und Walther Partke

100. Geburtstag Jón Leifs - Island Fotos Jan. 1999

Fotos Reinhard Böhm

Wendezeiten 1989 - 1999 (Nov. 1999)

10 Jahre Wiedervereinigung

Methamorphosen - Die Nutheniederung im Wandel

Fotografien  S. Jahn, Febr. 2000

Arthur Julius Barth -  Malerei

Juli 2001

Jubiläumsausstellung: Spuren im Märkischen Sand

Mai - Juni 2003

Spielzeugausstellung

Weihnachten 2004

Lust am Gestalten I November 2005

Bernhard Linnicke

Lust am Gestalten II Februar 2006

Margarete Lemberg

Lust am Gestalten III  April 2006

Daniel Kühnel

Lust am Gestalten IV Juni 2006

Magda Langenstraß-Uhlig

Ausstellung Patzig

 

Ausstellung Holtz

 

Spielzeugausstellung 2008

Altes Spielzeug

Spielzeugausstellung 2009

Puppen aus aller Welt

Kunstausstellungen des Ortsvereins

Seit der Gründung der Landhauskolonie Rehbrücke 1903, verstärkt jedoch nach dem ersten Weltkrieg, zog es bildende Künstler aus Berlin in diesen stillen Vorort. Die Impulse für ihre Tätigkeit aus der Hauptstadt, der Austausch mit gleichgesinnten Künstlern dort, hielten die Maler jedoch nicht davon ab, ihr unmittelbares Wohnumfeld künstlerisch darzustellen. Über viele Jahre unbeachtet, gelang es dem Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e.V. ab 1998, das Werk dieser Künstler – mit Schwerpunkt Lokalgeschichte – in einer lockeren Folge von Ausstellungen zu zeigen.

Selbstbildnis Walther Partkes (Bild li.) in einer unserer Ausstellungen, wo sich Schüler der Otto-Nagel-Grundschule Bergholz-Rehbrücke bei dem Sohn Carl Ernst Partke nach einer Führung für dessen Vortrag über das Wirken seines Vaters bedanken.

WALTHER PARTKE

Angeregt durch Carl Ernst Partke und dessen großzügige Unterstützung, waren vom 6. Juni bis 21. Juni 1998 Malerei und Grafik seines Vaters WALTHER PARTKE
 ( 20. Juni 1884, Stettin – 31. Januar 1944, Potsdam-Rehbrücke) zu sehen. Die Ansichten des historischen Ortskerns des Dorfes Bergholz, der Büdner- und Landhäuser, der Landbevölkerung bei ihrer Beschäftigung vor der markanten Landschaftssilhouette der Ravensberge aus der Zeit der zwanziger und dreißiger Jahre waren in solcher Fülle noch nie vorher zu sehen. Die Bildnisse regten Erinnerungen alteingesessener, als auch spannendes Interesse der neu hinzugezogenen Einwohner an, stellten Verbindungen her und stiftete Verbundenheit zu diesem abwechslungsreichen Landstrich
 süd-westlich von Berlin.

Das vielseitige Interesse der Einwohnerschaft und ihrer Gäste an dieser Ausstellung bewog den Ortsverein zur Herausgabe einer Postkartenserie mit Grafiken von Walther Partke.

Der Arzt Walther Partke kam 1919 nach Rehbrücke. Nach einer humanistischen Ausbildung am Victoria-Gymnasium Potsdam, das seine musischen Neigungen sehr unterstützte, folgte er dem Wunsch seines Vaters und nahm 1903 an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin ein Studium auf. Zwischen 1904 und 1905 setzte Partke seine Studien in Leipzig fort, kehrte nach dem Tod des Vaters erneut an die Berliner Universität zurück. Dort legte er im Wintersemester 1908/1909 das medizinische Staatsexamen ab.  

Parallel zum Studium bemühte sich Walther Partke immer wieder um künstlerische Ausbildung und wurde besonders in Leipzig durch einen Onkel, bei dem er zu dieser Zeit wohnte, durch die Finanzierung von Zeichenunterricht unterstützt. Die Bekanntschaft mit dem Hagemeister-Schüler Paul Ohmert gab weitere Impulse und Anregung zu künstlerischem Gestalten. Auch die ansässigen Maler Arthur Julius Barth und Egbert Patzig bewegten Partke während gemeinsamer Motivsuche zu stilistischen Versuchen. Das Gros des künstlerischen Nachlasses besteht in einer Vielzahl von Skizzen – Ausdruck des Kompromisses zwischen Arzt und Künstler. Unter ständigem Zeitdruck, gelangte der Künstler mit diesen Darstellungen zu höchster Meisterschaft und führt die Skizze zu einer eigenständigen und aussagekräftigen Kunstform.

Walther Partke wurde am 20. Juni 1884 in Stettin als Sohn des Geheimen Rechnungsrevisors Carl Partke geboren. Durch die Versetzung seines Vaters an den Rechnungshof des Deutschen Reiches kam Walther nach Potsdam und fand nach Ausbildung, Studium und Tätigkeit beim Militär in Rehbrücke und den umliegenden Orten ein reiches berufliches und künstlerisches Betätigungsfeld. Er war Mitglied des Potsdamer Kunstvereins. Am 31. Januar 1944 verstarb der Arzt und Künstler in Rehbrücke und wurde auf dem Friedhof in Bergholz beigesetzt.

 

Wo heute das “Blumeneck” von Thomas Ebersbach ist, befand sich bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg der Beamten-Wirtschaftsverein (li.). Die Kirche von Bergholz (re.).

Karl Holtz

Anlässlich seines 100sten Geburtstages am 14. Januar 1999, ehrte die Gemeinde Bergholz-Rehbrücke mit einer Ausstellung vom 14. Januar 1999 – 24. Januar 1999 den Grafiker und Maler Karl Holtz (14. Januar 1899, Berlin – 16. April 1978, Potsdam.) Die Ausstellung stand unter Schirmherrschaft des Ortsvereins, der während der Ausstellungseröffnung den Biographen des Künstlers Wolfgang U. Schütte und den Karikaturisten Harald Kretzschmar als ehemaligen Kollegen und Organisator von Holtz-Ausstellungen begrüßen konnte.

Über 45 Jahre war Karl Holtz Einwohner der Doppelgemeinde, verstarb am
18. 04. 1978 in Potsdam und wurde auf dem Friedhof in Bergholz beigesetzt. Eine Gedenkplatte vor dem Brunnen auf dem Markplatz erinnert seit 2000 an den bekannten Künstler und Mitbürger.

Karl Holtz´s künstlerische Laufbahn begann 1914 an der Kunstgewerbeschule Berlin bei Emil Orlik und Ludwig Sütterlin. Eine 1916 der „Berliner Volkszeitung“ vorgelegte, die Ernährungssituation kennzeichnende, Karikatur gelangte zur Veröffentlichung und verschaffte ihm die ständige Mitarbeit im „Wieland“ und den „Lustigen Blättern“. Noch 1918 wird Karl Holtz zum Wehrdienst eingezogen und erlebt die letzten Monate des ersten Weltkrieges in Zabern und Straßburg.

Nach dem Krieg kann er seine Mitarbeit an linken Periodika ausweiten, illustriert für die Vereinigung internationaler Verlagsanstalten die Märchen von Hermynia Zur Mühlen und für den Carl Reissner Verlag die Schriften Hans Reimanns.

Die zwischen 1922 und 1929 entstandenen Eindrücke von Reisen durch Italien, Frankreich und Spanien weisen den Künstler als Vertreter der Neuen Sachlichkeit aus. Mit ihnen erreichte er den Zenit seines künstlerischen Ausdrucksvermögens. Den strengen und schnörkellosen Stil der Neuen Sachlichkeit überträgt Karl Holtz auch auf die Bereiche Buchillustration und Karikatur. Die Aussagen seiner Arbeiten in diesen Metiers erhalten zusätzliche Unterstützung durch die geschickte, bewusste und kompakte Gegenüberstellung von Schwarz und Weiß. Bis zum Ende seines Schaffens setzt er diese Stilmittel ein, die zu seinem Markenzeichen geworden sind.

Arbeitsverbot und Einsatz als Soldat bestimmen die Jahre zwischen 1934 und 1945.

Erste Arbeiten entstehen nach dem zweiten Weltkrieg ab Frühjahr 1946 für den „Ulenspiegel“, denen in kurzer Zeit weitere für den „Eulenspiegel“, „Neue Berliner Illustrierte“, „Freie Welt“ sowie regionale und überregionale Tageszeitungen folgten. Auch der schweizerische „Nebelspalter“ druckte seine Karikaturen zur Weltpolitik. Einige von ihnen führten 1949 zur Anklage wegen antisowjetischer Agitation und Propaganda und zu 25jährigem Freiheitsentzug. Durch einen Gnadenerweis wird die Strafe auf 9 Jahre herabgesetzt. Ab 1958 nimmt Karl Holtz seine Arbeit als Karikaturist wieder auf.

                                   Siegfried Jahn

Karikaturen von Karl Holtz (vermutlich Selbstbildnis)

Holtz: Berlin 1922

Holtz: Capri bei Nacht 1925

Holtz: Krieg 1947 (Karikatur im Ulenspiegel)

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Methamorphosen – die Nutheniederung im Wandel …

in Fotografien von Siegfried Jahn

Die Veränderungen des Nuthetals bei Bergholz-Rehbrücke waren Gegenstand einer Fotoausstellung, die der Ortsverein im Februar 2000 zeigte. Anhand historischer Landkarten wurden einführend die „Methamorphosen“ von der einstigen Auenlandschaft mit mehreren mäanderartigen Flussarmen bis zur Kanalisierung der Nuthe zur Gewinnung von Weideland und landwirtschaftlichen Nutzflächen verdeutlicht. Drastisch waren in einem weiteren Komplex die Eingrenzungen der Natur durch den Bau von Überlandleitung und Autobahn sowie die Regulierung des Wassers durch Wehre sichtbar gemacht worden. Durch kleine Bildausschnitte wirkten die Bedrohungen der Natur durch Beton, Gitter oder technische Bauten zur Trinkwassergewinnung unmittelbar auf den Betrachter.

Weitaus umfangreicher, fast versöhnlich wirkend, standen dem die stimmungsvollen Ansichten aus dem Nuthetal während verschiedener Jahres- und Tageszeiten gegenüber. Trotz der rigorosen Eingriffe immer noch ein Landschaftsgebiet, das die Lebensqualität der Einwohner von Nuthetal stark bestimmt.

Einen Blick in die Zukunft erlaubten die Informationstafeln zur Renaturierung eines Teils des Nuthetals zwischen Drewitz und Bergholz-Rehbrücke, die von der EUROMEDIEN Babelsberg vorbereitet wurde. Ihr Ziel, durch die Aktivierung des Silbergrabens, eines ehemaligen Nebenarms der Nuthe, die Niedermoorböden mit ihrer typischen Fauna und die notwendigen Wasserressourcen zu erhalten, ist inzwischen verwirklicht.

Stöckerfließ in der Nutheniederung hinter Bergholz-Rehbrü

Unsere weihnachtliche Spielzeugausstellung

 fand vom 27.11. bis 06.12.04 
                      
 „Sammeln macht glücklich“, sagte kürzlich Frieder Burda, als er seine Kunstsammlung der Stadt Freiburg  übergab.

Nicht jeder kann so viel Geld ansammeln, dass er Kunstschätze sammeln kann, aber das Sammeln liegt doch aus Urzeiten in der menschlichen Natur. 

Sammeln zum Zweck der Existenzerhaltung, Sammeln zum Zweck der Vorratswirtschaft,  Sammeln zum Erhalt von schönen Erlebnissen, Sammeln aus Freude an bestimmten Dingen.

Wenn man nicht gerade zum Messi dabei verkommt, ist es doch erfreulich, wenn man mal wieder in alten Kisten und in Kindheits- oder anderen Erinnerungen kramen kann. Das ist was für´s Gemüt. Und für das Gemüt haben wir ab und zu etwas nötig.

In unserer Ausstellung hatten wir persönliche Erinnerungsstücke ausgestellt. Es war eine kleine aber vielleicht etwas weihnachtlich einstimmende Ausstellung unseres Vereins.

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Dieser Ausschneidebogen ist ein Reprint aus dem Spielzeugmuseum in Steinhude. Die Unterwäsche ist schon wieder modern.

Die Puppenstube mit Kaiserbüste und –portraits sowie mit altem Adventkranz wurde vor ca. 30 Jahren von einer Tante aufgemöbelt. Entstanden ist sie in der Tischlerwerksta tt meines Urgroßvaters.

Das ist Bagi, der weiße Bär. Er ist rund vierzig Jahre alt. Bagi heißt er, weil sich unsere Tochter einen Riesenbären gewünscht hatte und nur einen kleinen bekam.
Besser als gar nichts“ war ihr Kommentar. Der Bär wurde Bagi getauft. Neben  ihm eine melancholische kahle Amerikanerin.

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Arthur Julius Barth (22.11.1878 – 17.07.1926)

Mit einer Gedenkausstellung anlässlich seines 75. Todestages erinnerte der Ortsverein vom 17. – 29. Juli 2001an das Wirken des Malers Arthur Julius Barth. Durch Unterstützung der Söhne Joachim und Johannes, sowie deren Familien, war es möglich, die Entwicklungsstationen des Künstlers durch Familiendokumente und künstlerische Arbeiten lückenlos zu belegen.

Der von Ludwig Richter beeindruckte Zeichenschüler und spätere Manufakturarbeiter an der Königlichen Porzellanmanufaktur Meißen, gelangte 1901 durch sein Studium an der Königlichen Kunstakademie Dresden zu künstlerischen Ausdrucksformen, die ihn in die vorderste Reihe der Porzellanmaler stellten, die dem Jugendstil Zutritt in die traditionelle Manufaktur ermöglichten. Sein malerisches Schaffen nach einem weiteren Studium zwischen 1903 und 1906 erhielt durch den Einfluss seines Lehrers Carl Bantzer eine Hinwendung zu impressionistischen Sicht- und Darstellungsweisen, die kennzeichnend für sein Spätwerk sein werden. Nach einer Phase intensiver Entwurfstätigkeit in einem eigenen Atelier, verließ Barth 1914 die Manufaktur und kam mit seiner Familie in die Landhauskolonie Rehbrücke.

Mit einer Vielzahl grafischer Darstellungen der Sehenswürdigkeiten seines Wohnortes, der Städte Dresden, Potsdam und Meißen, sowie des Thüringer Landes erlangte der Künstler einen Bekanntheitsgrad, der bis in die heutige Zeit reicht. 

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 Lust am Gestalten II
Ausstellung Margarete Lemberg  17.02. - 05.03.2006

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Freude am gemeinsamen Gestalten vermittelten die Kurse der Kunsthandwerks-
zirkel in Bauern- und Seidenmalerei. Figürliches Gestalten mit Ton, textile Bilder und Ziergegenstände in Makramee-Technik, Metallarbeiten und in den letzten Jahren ausschliesslich die Malerei mit Ölfarben sind die Etappen einer künstlerischen Entwicklung, deren Zeugnisse im Galerie-Atelier EigenArt von Frau Sigrun Antonietti zu sehen sein werden.


Die Lust am Gestalten Teil III - Graffiti-Malerei
Daniel Kühnel
(28.04. bis 14. Mai 2006 in der Galerie von Sigrun Antonietti, Arthur-Scheunert-Allee /Ecke Weerthstraße)

Im Widerstreit der Haltungen zur Graffiti-Malerei stellte der Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e.V  in seiner Serie „Die Lust am Gestalten" gesprühte Gemälde von „mis" vor. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der Rehbrücker Daniel Kühnel, Jahrgang 1987, dessen großflächige Arbeiten im öffentlichen Raum unseres Ortes seit längerer Zeit präsent und anerkannt sind. „mis" künstlerische Entwicklung, als auch sein künstlerisches Ausdrucksvermögen sind in mehrfacher Hinsicht an den Begriff „Wandlung" gebunden. Über die gebrochenen Linien der Graffiti mit sozialem und kämpferischen Charakter aus der Entstehungszeit in New York, wechselte die Malerei Daniel Kühnels zu gerundeten weichen Formen. Die von ihm entwickelten Strukturen sind bewusst der organischen Natur entlehnt bzw. nähern sich ihr. Sie pulsieren förmlich, dehnen sich aus, scheinen ihren Rahmen zu sprengen oder fallen in sich zusammen. Der dem Wachstum ähnliche Wandel findet in den Arbeiten des Graffiti-Malers eine völlig neue Facette - nicht nur in den wechselnden Farben, auch bei aller Ähnlichkeit in den ständig wechselnden Formen. Sie sind Bestandteile seines derzeitigen Projekts „Viva la cultura." Die Freude am Experimentieren führte „mis" zur Vermischung von Techniken und Stilen, was einigen seiner Arbeiten einen zusätzlichen Effekt brachte. Evolutionäre Tendenzen weisen seine Versuche auf, das menschliche Antlitz aus pflanzlichen Formen herauszuarbeiten.      S.Jahn

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Die Lust am Gestalten – Teil IV

Studienblätter von Magda Langenstraß-Uhlig im Galerie-Atelier EigenArt, Weerthstraße 2a/Ecke Arthur-Scheunert-Allee

Mit Studienblättern der Malerin Magda Langenstraß-Uhlig beendete der Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e.V. seine Ausstellungsserie „Die Lust am Gestalten“ im Galerie-Atelier EigenArt von Sigrun Antonietti.

Die zwischen 1905 und 1909 entstandenen Aquarelle und Kreidezeichnungen der späteren Bauhaus-Absolventin gestatteten Einblick in das Werden einer Künstlerin, deren stilistische Ausdrucksmöglichkeit in der abstrakten Malerei kulminierte, und in das akademische Bildungsprogramm nach der Jahrhundertwende an deutschen Kunstschulen.

Magdalena Uhlig hatte mit Schreiben vom 29. 9. 1906 um Aufnahme in die Großherzogliche Kunstschule Weimar ersucht. Mit ihrer Bewerbung konnte die junge Künstlerin auf den Besuch der Großherzoglichen Zeichenschule ab Januar 1905 sowie einer privaten Fortbildungsklasse bei Prof. Hugo Flintzer (1862 – 1917) verweisen. Auch die Vorbildung in Kunstgeschichte, Perspektive und Anatomie an der Kunstschule zwischen November 1905 und Ostern 1906 unterstützte das Gesuch. Die Professoren Olde, Schneider, Hofmann und Hagen votierten gleichlautend für eine Aufnahme in die Antikenklasse. Nach erfolgreicher Absolvierung der Antikenklasse war es der Künstlerin dann freigestellt, ihre weitere Entwicklung durch Wahl eines Lehrers zu bestimmen.

Zur Eröffnung konnten wir Herrn Dr. Uhlig, den Neffen der Künstlerin, mit seiner Gattin begrüßen (Mitte) Ausstellungsgestalter
 S. Antonietti (l.) und
Siegfried Jahn (r.) 

Die aus Rehbrücker Privatbesitz stammenden Zeichnungen dokumentierten die Phase künstlerischer Entwicklung, die hauptsächlich durch die Lust an dieser Beschäftigung und dem persönlichen Wollen geprägt wird. Sie wurden zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt.

 Nach der Ausstellungseröffnung am 23. Juni um 19.00 Uhr bestand die Möglichkeit, am 24. und 25. Juni, 30. Juni, 1. und 2. Juli sowie am 7., 8. und 9. Juli 2006  jeweils von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Präsentation zu besichtigen.

Text S.J.

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Ehe Gras darüber wächst: Das Durchgangslager für Zwangsarbeiter in Rehbrücke (Mai 2005)!

1995, fünfzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, besuchten ehemalige niederländische Zwangsarbeiter den Bahnhof Rehbrücke.

Näheres erfahren Sie über unsere Power Point-Dokumentation.


Ausstellung

Karl Holtz (1899-1978)
Bucheinbände / Illustrationen

Anlässlich seines 30. Todestages am 16. April 2008, wird der Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e. V. mit einer Ausstellung in der Galerie EigenArt an den Grafiker Karl Holtz erinnern.

Galerie-Atelier EigenArt, Weerthstraße 2a /Ecke Arthur-Scheunert-Allee, Bergholz-Rehbrücke

Vernissage: 25. 04. 2008, 19.00 Uhr

Öffnungszeiten:

26. 04. / 27. 04. 2008

03. 05. / 04. 05. 2008

10. 05. /  11. 05. 2008

12. 05. 2008                 jeweils 14.00 bis 18.00 Uhr

Mit der Präsentation von Bucheinbänden und Illustrationen beabsichtigt der Aussteller, auf eine weniger beachtete Facette im vielseitigen Schaffen des Rehbrücker Künstlers aufmerksam zu machen.

Das Sujet der Bucheinbandgestaltung und Buchillustration wird von der Allgemeinheit als nebensächliches Produkt im Schaffen eines Künstlers wahrgenommen. Dabei wertet gerade die Illustration ein Buch auf und hebt es im Einklang mit der Einbandgestaltung von anderen Druckerzeugnissen ab. Zeitlicher Abstand gewährt darüber hinaus Einblicke in den Geist vergangener Epochen und ihrer künstlerischen Ausdrucksformen.

Die von Karl Holtz geschaffenen diesbezüglichen Arbeiten lassen  schnell die Eigenständigkeit und den künstlerischen Wert dieser kleinen Form grafischen Gestaltens erkennen. Seine Darstellungen vermitteln eine am Stil der Neuen Sachlichkeit geschulte Ästhetik. Der Werbegrafik nahe stehend, setzt diese „unterkühlte” Ästhetik auf klare Linienführung, den Kontrast durch Licht und Schatten, die Hervorhebung glänzender Materialien (Metall, Seide, poliertes Leder, Haar) und einen spannungsreichen, ausgewogenen Bildaufbau. Holtz brachte diese Elemente meisterlich zur Anwendung. Verbunden mit erzählerischen Momenten, wurde dieser Stil sein Markenzeichen und führte zu dem Bonmot „höltzern” in seinen Werken zu sein. Ein stilistische Abgrenzung und Qualität gleichermaßen umfassendes Attribut.

Während die Verbindung erzählerischer Momente mit den Formen der Neuen Sachlichkeit in seinen Gemälden verschiedentlich deplaziert wirkt, erweiterte Karl Holtz in seinen Buchillustrationen  gerade damit den Vorstellungsrahmen der Leser. Besonders die „sprechenden Zeichnungen” der Kinderbücher aus den 30er Jahren treten als vermittelndes Medium zur kindlichen Psyche auf und sind dem kindlichen Verständnis angepasst.

Die Technik des japanischen Farbholzschnitts mit klaren Linien und scharf voneinander abgegrenzten, reinen Farbflächen beeinflusste die Bucheinbandgestaltung von Karl Holtz. Obwohl seine Zeugnislisten die Techniken Stein- und Kupferdruck hervorheben, ist davon auszugehen, dass sein Lehrer Emil Orlik ihn an diese Gestaltungsmöglichkeit herangeführt hatte. Orlik brachte nach einer Japan-Reise 1900 die Technik des Farbholzschnitts mit nach Europa, machte sie hier bekannt und konnte mit Berufung an die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin ab 1904 sein Wissen und Können darum direkt an die Studierenden weitergeben. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Karl Holtz zwischen 1930 und 1937 gerade in dem Haus in der Rehbrücker Kaiser-Friedrich-Straße (Jean-Paul-Straße) lebte, das der Künstlerin Agnes Brandau gehörte. Sie hatte bereits eine Generation früher die Technik des Holzschnitts zu ihrem alleinigen Ausdrucksmittel bestimmt.   

Karl Holtz´ Einfallsreichtum ließ wirkungsvolle, fesselnde Bucheinbände entstehen. Ausgefallen dabei der Brückenschlag zwischen der Antike und den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts durch einen Saxophon spielenden Zentauren für Hans Reimanns „Neue sächsische Miniaturen.” Für die Märchen Hermynia Zur Mühlens wählte er die Technik des Aquarellierens. Dem Inhalt der Märchen angepasst,  wirken diese Illustrationen düster und traurig und bilden eine Ausnahme.

Über das eigentliche Thema „Bucheinbände / Illustrationen” hinaus, wird durch die Nennung von Verlagen und Schriftstellern das gesellschaftliche und persönliche Umfeld, in dem sich Karl Holtz bewegte, ersichtlich.                        S. Jahn

Das Plakat dazu in PDF-Datei: Link Plakat

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Ausstellung Patzig 13.10. und 14.10.2007

und am 20.10. und 21.10.2007 jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr im

Galerie-Atelier eigenArt von Sigrun Antonietti, Arthur-Scheunert-Allee,

Ecke Werthstraße.

Weiteres über Egbert Patzig unter diesen Link.

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